US-Fluggesellschaften legen Pläne für Internet an Bord auf Eis

29. November 2001, 19:05
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Gespräche mit Boeing über Gemeinschaftsunternehmen dieses Dienstes gescheitert

Die US-Fluggesellschaften United, Delta und American Airlines werden in absehbarer Zeit keinen schnellen Internetanschluss an Bord ihrer Flugzeuge anbieten. Am Mittwochabend (Ortszeit) scheiterten Gespräche des Flugzeugherstellers Boeing mit den US-Gesellschaften, die ursprünglich ein Gemeinschaftsunternehmen zum Betrieb des Internetverkehrs gründen wollten, berichtete die Wirtschaftsagentur Bloomberg.

Die Boeing-Abteilung Connexion würde damit drei von vier Großkunden für das Internet-Projekt verlieren. Nur die Lufthansa bleibe dabei, das System von Connexion Ende 2002 oder Anfang 2003 zu testen.

Pilotverschiebung vereinbart

Nach dem Einbruch im US-Luftverkehr in Folge der Anschläge vom 11. September und den wirtschaftlichen Belastungen wurde gemeinsam mit den drei Airlines jetzt eine Projekt-Verschiebung vereinbart, hieß es. Ursprünglich sollten rund 1.500 Flugzeuge mit dem breitbandigen Internetanschluss ausgestattet werden, über den die Fluggäste nicht nur Emails hätten abfragen, sondern multimediale Internet-Angebote hätten sehen können.

Lufthansa will weitermachen

"Die Lufthansa wird das Internet-Projekt wie geplant umsetzen", sagte Scott Carson, Präsident der Connexion-Abteilung bei Boeing. Die deutsche Fluggesellschaft hatte im Juni auf der Pariser Luftfahrtausstellung als erster internationaler Kunde eine Absichtserklärung unterzeichnet.(APA/dpa)

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