Südtirol:

29. November 2001, 17:12
posten

23-Jähriger vermutlich mit Motorsäge getötet

Bozen - Die Ermittlungen nach dem Mord an einem jungen Mann im Südtiroler Marling, nahe der Ausfahrt der Schnellstraße Meran-Bozen, sind am Donnerstag weiter auf Hochtouren gelaufen. Es gebe auch Hinweise darauf, dass daran möglicherweise zwei Täter beteiligt waren, teilte ein Carabiniere mit. In einer Obstwiese in Marling war am Mittwochvormittag die Leiche des 23-jährigen Andreas P. aus Meran entdeckt worden.

Ein Wachdienstangestellter hatte den leblosen Körper des Südtirolers zwischen Apfelbäumen gefunden. Er soll an einer tiefen Schnittwunde knapp unterhalb der linken Kniekehle gestorben sein. Diese sei ihm nach Angaben der italienischen Polizei mit einer Motorsäge zugefügt worden.

Die Ermittler gehen der Frage nach, wie Andreas P. an den Tatort gekommen war. Dass ihm die Verletzungen nicht am Fundort zugefügt worden, wurde nicht ausgeschlossen. Der Wagen des Opfers sei am Mittwoch am Abend in Gargazon, über zehn Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt, gefunden worden.

Am Mittwochnachmittag seien verschiedene Zeugen von den Carabinieri in Meran vernommen und mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt worden.

Das Motiv für den Mord an dem Südtiroler Andreas P. war "wahrscheinlich Versicherungsbetrug zu Gunsten des Toten", erklärte ein Carabiniere. Auch die Tatwaffe - eine Motorsäge - wurde von Tauchern im Südtiroler Fluss Etsch gefunden.

Bei Zeugeneinvernahmen habe sich der Kreis der Verdächtigen um den Verwandten des Opfers immer enger gezogen. Der Mann sei verhaftet und inzwischen des Mordes angeklagt worden, hieß es bei den Carabinieri. (APA)

Share if you care.