Schlechte Konjunktur drückt auf deutschen PC-Markt

29. November 2001, 12:23
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Investitionen in Informationstechnologie werden verschoben

Wirtschaftsflaute und mangelndes Vertrauen der Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung lassen die Computerverkäufe in Deutschland weiter sinken. Nach einer Studie des Marktforschungsinstituts IDC ist der PC- Handel im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 17,2 Prozent zurückgegangen. "Notwendige Erneuerungen werden weiterhin stattfinden, unterstützt von einem erwarteten weiteren Preisverfall im vierten Quartal", sagte Analystin Stefania Lorenz am Donnerstag in London.

Die meisten Branchen würden jedoch ihre Investitionen in Informationstechnologie verschieben. Die Analystin geht von einer Erholung des Markts in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres aus.

Leiden

"Der deutsche PC-Markt leidet weiterhin unter zögerlicher Nachfrage sowohl im Verbrauchersektor wie auch von großen Unternehmen", sagte Lorenz. Der Handel mit Desktop-Computern war laut IDC um 21 Prozent rückläufig, Notebooks verkauften sich um 3,7 Prozent weniger.

Trotz eines rückläufigen Verkaufs von 38 Prozent konnte Fujitsu- Siemens seine deutsche Marktführerschaft bei Desktop-Computern halten - sowohl im professionellen wie auch im privaten Bereich. Um den zweiten Platz ringen Compaq, Hewlett-Packard und Dell. Bei Firmen verzeichnet nur der preisaggressive PC-Händler Dell ein zweistelliges Verkaufsplus von 29 Prozent. (APA/dpa)

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