T-Online früher als geplant auf Gewinnschwelle

29. November 2001, 10:53
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Erste Konsolidierungsphase aller Konzernteile erfolgreich abgeschlossen

Der größte europäische Internet-Dienstleister T-Online, der auch in Österreich tätig ist, hat in seinem Kerngeschäft zwei Quartale früher als bisher erwartet auf operativer Basis die Gewinnzone erreicht. T-Online teilte am Donnerstag bei der Vorlage endgültiger Neunmonatszahlen für das Geschäftsjahr 2001 in Darmstadt mit, im Deutschland-Geschäft habe das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) im dritten Quartal mit 900.000 Euro (12,4 Mill. S) im Plus gelegen.

Im zweiten Quartal habe das Ebitda Minus 26,6 Mill. Euro betragen. Nicht berücksichtigt sind dabei Anlaufverluste bei den neuen Portalen T-Info und T-Online Travel in Höhe von 7,7 Mill. Euro.

Positve Entwicklung

T-Online teilte weiter mit, die positive Entwicklung sei auf den Wechsel von Kunden aus einem verlustbringenden Pauschaltarif in andere Tarifmodelle und auf Effizienzsteigerungen im In- und Ausland zurückzuführen. Die erste Konsolidierungsphase aller Konzernteile sei erfolgreich abgeschlossen worden. Dabei sei unter anderem das Management der ausländischen Töchter in Österreich, der Schweiz und in Frankreich neu besetzt worden. Davon unberührt blieb den Angaben zufolge die Tochter in Spanien.

Zum Beginn des dritten Quartals hatte T-Online auch einen Teil seines Kundenservice auf kostenpflichtige Telefonnummern umgestellt, wobei zunächst keine Angaben zu möglichen Einsparerfolgen verfügbar waren.

T-Online erreichte auf der Kostenseite im dritten Quartal deutliche Einsparungen. Die so genannte Rohertragsmarge (Umsatz minus Materialaufwand) stieg auf 40,4 Prozent von 27,4 Prozent im zweiten Quartal, da der Materialaufwand deutlicher sank als der Umsatz anstieg.

Den Angaben zufolge wurde im vergangenen Vierteljahr erstmals mehr Internet-Verkehr über schnelle DSL-Verbindungen abgewickelt als über analoge oder ISDN-Telefonanschlüsse. Dies verschafft T-Online Einsparmöglichkeiten bei den an die Konzernmutter Deutsche Telekom zu leistenden Vorleistungskosten. Inzwischen nutze jeder achte Kunde in Deutschland einen DSL-Anschluss, hieß es.

Beim Nettoergebnis erwirtschaftete T-Online weiterhin deutlich rote Zahlen. Das Konzernergebnis belief sich im dritten Quartal auf 118,008 Mill. Euro nach 144,748 Mill. Euro im zweiten Quartal. Das Ergebnis je Aktie sank entsprechend auf 0,10 Euro von 0,12 Euro. (APA/dpa)

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