Nordkorea droht USA "feindliche" Politik einzustellen

29. November 2001, 07:54
posten

Will bei weiteren Inspektionsforderungen Gegenmaßnahmen ergreifen

Seoul - Nordkorea hat die USA aufgefordert, seine "feindliche" Politik gegen den kommunistischen Staat einzustellen, und mit "Gegenmaßnahmen" gedroht. "Wir können das nicht länger mit ansehen. Wir haben keine Wahl, als Gegenmaßnahmen zu ergreifen, wenn die Vereinigten Staaten ständig Fragen nach Menschenrechten und Religion stellen und eine Inspektion von Massenvernichtungswaffen fordern", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang am Donnerstag.

USA beweise, dass sie kein Interesse an einem Dialog hätten

Die "feindliche Haltung" der USA beweise, dass sie kein Interesse an einem Dialog hätten, zitierte die Nachrichtenagentur Yonhap den Sprecher. Er kritisierte, dass Nordkorea von Washington weiterhin zu den Staaten gezählt wird, die der Terrorfinanzierung verdächtig sind. Es sei absurd, dass die USA Pjöngjang als "Terror-Finanzier" verurteilten und gleichzeitig seine Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf fordere.

US-Präsident George W. Bush hatte Nordkorea Anfang der Woche aufgefordert, ausländische Waffeninspektoren zuzulassen. Diese sollten überprüfen, ob der kommunistische Staat Massenvernichtungswaffen herstelle. Zugleich mahnte er Pjöngjang, keine Waffen an feindliche Staaten zu verkaufen. (APA)

Share if you care.