Eiskunstlauf, das schlafende Dornröschen

29. November 2001, 13:30
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Die heimischen Meisterschaften stehen an

Wien - "Zwischen Eiskunstlaufen und Eiskunstlaufen ist ein ganz großer Unterschied." Sagt Hans Kutschera, der Präsident des für Eiskunstlaufen zuständigen Verbands, vor den Meisterschaften am Wochenende in Wien-Kagran. Unterschiede bestehen etwa zwischen früher und heute, früher war Trixi Schuba Olympiasiegerin (1972), heute ist sie Pressereferentin des Verbands. Schuba hat sich lange überlegt, ob sie sich "das antun soll", nun tut sie sich das an, weil sie "Eiskunstlaufen aus dem Dornröschenschlaf wecken" will.

Die Meisterschaften sind ein erster Schritt, ein kleiner. Zehn Damen, vier Herren und drei Tanzpaare und nehmen teil. Um den Titel im Paarlaufen wird mangels heimischer Paarläufer nicht gestritten, Claudia Koll und Björn Lobenwein waren 1999 Meister und sind es quasi immer noch. Das Paarlaufen ist eine sehr schwierige Disziplin, außerdem nicht ungefährlich, der Herr wirft die Dame oft hoch und weit. Wenn Paarläufer üben, sollte sonst niemand auf der Eisfläche sein, da tun sich Tanzpaare oder Solisten im Training schon leichter.

Bei den Damen wird ein Duell zwischen Julia Lautowa und Anna Wenzel erwartet, bei den Herren ein Solo für Clemens Jonas. Lautowa (20), die gebürtige Moskauerin, die lange zwischen Russland und Österreich pendelte, wird seit Anfang Mai in Wien von Jana Hübler betreut, jetzt geht es "bergauf", wie Cottage-Engelmann-Klubchef Hans Gunsam sagt. Zu den Olympischen Spielen nach Salt Lake City kommt Lautowa nur mit einem achten Platz bei der EM im Jänner in Lausanne, und nach Lausanne kommt sie nur als Meisterin. (fri)

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