Blair und Schröder gegen Irak-Krieg

28. November 2001, 18:58
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Tory-Chef Duncan Smith dafür

London/Berlin - Der Chef der britischen Konservativen, Iain Duncan Smith, unterstützt Forderungen von US-Hardlinern nach Ausweitung der Antiterrorkampagne auf den Irak. Auf seiner am Mittwoch beginnenden USA-Reise werde der Tory-Chef diese Unterstützung kundtun, berichtete der Independent. Duncan Smith würde damit Premier Tony Blair widersprechen, der US-Präsident George W. Bush vor einer Ausweitung der Angriffe auf den Irak gewarnt haben soll, um den Zusammenhalt der Antiterrorkoalition nicht zu gefährden.

Auch der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat vor einer Ausweitung des Krieges auf andere Länder als Afghanistan gewarnt. Im Bundestag rief Schröder am Mittwoch zur Vorsicht auf bei Äußerungen, "die jetzt schon neue Ziele suchen". SPD-Fraktionsvize Gernot Erler warnte ausdrücklich vor Angriffen auf den Irak im Zusammenhang mit der Antiterrorkampagne.

Bagdad hat indessen Bushs Forderung, wieder Waffeninspektoren in den Irak zu lassen, entschieden zurückgewiesen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.11.2001)

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