Das erste US-Opfer: CIA-Agent in Mazar-i-Sharif getötet

29. November 2001, 11:45
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Bei Gefangenenrevolte - Spann verhörte gefangene Taliban-Kämpfer

Washington - Bei der blutigen Gefangenenrevolte in der nordafghanischen Stadt Mazar-i-Sharif ist auch ein Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA getötet worden. Dies habe der Geheimdienst am Mittwoch bestätigt, berichteten amerikanische Nachrichtensender.

Zu den Umständen von Spanns Tod äußerte sich der CIA nicht. Ein zweiter Agent soll unverletzt aus der Festung entkommen sein. Der CIA-Offizier Johnny Spann ist damit der erste Amerikaner, der bei einem Kampfeinsatz in Afghanistan getötet wurde.

Laut Reuters soll der Agent in der Festung gefangene Taliban-Kämpfer verhört haben. Von seiem Vater wurde Spann als "Held" beschrieben, der sich um "Sachen kümmerte, die sonst niemand tun wollte". Spann war vor seinem Eintritt in den Geheimdienst acht Jahre im US-Marinekorps.

600 Tote bei Gefangenenrevolte

Berichte über den Tod eines Amerikaners waren bereits am Sonntag bekannt geworden, jedoch offiziell nicht bestätigt worden. Bei der Rebellion gefangen genommener ausländischer Taliban-Kämpfer in einer Festung bei Mazar-i-Sharif waren bis zu 600 Menschen ums Leben gekommen.

Bei der Berichterstattung aus Afghanistan sind bisher acht Journalisten getötet worden, einer wurde entführt. Über die Zahl der bei den Kämpfen getöteten afghanischen Kämpfer und der durch die Bombardements getöteten Afghanen in der Zivilbevölkerung liegen keine unabhängigen Angaben vor. (APA/dpa/Reuters)

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