Skispringen: Bergisel-Springen soll laut ÖSV stattfinden

29. November 2001, 13:37
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Der ÖSV hält an der Durchführung des Springens fest

München/Innsbruck/Wien - Entgegen anderslautenden Meldungen ist der ÖSV nach wie vor davon überzeugt, dass das dritte Springen im Rahmen der 50. Vierschanzen-Tournee 2001/02 der Skispringer am Bergisel programmgemäß stattfinden wird, auch wenn es derzeit beim Umbau in Innsbruck noch Unsicherheiten gibt.

Anlauf stellt noch ein Problem dar

"Der Bau des Anlaufs ist noch eine sehr kritische Stelle", bekannte Olympiasieger Ernst Vettori als Vertreter des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) bei der Tournee-Präsentation am Mittwoch in München. Eine endgültige Entscheidung soll am Dienstag fallen.

Bischofshofen als Ausweichvariante

Während mancherorts bereits über die mögliche Ausweich-Variante Bischofshofen spekuliert wird, dementierte Vettori gegenüber der APA solche Spekulationen. "Wir wollen das Springen nach wie vor in Innsbruck durchführen. Es gibt gewisse Unsicherheiten, aber über Alternativen wurde noch nicht einmal diskutiert." Der Aufsprung, der Vorbau und der Auslauf sei fertig, im Anlauf gäbe es noch einige Betonarbeiten, die nur durch höhere Gewalt vereitelt werden können.

Wetterumsturz könnte Abschluss verhindern

Sollte es jedoch in den nächsten Tagen auf minus vier oder fünf Grad abkühlen, oder große Neuschneemengen kommen, dann bekäme man schon Schwierigkeiten. "Aber wir haben nie gesagt, dass wir eine picobello fertige Schanze bei der Tournee haben werden. Doch der Bergisel wird zum Skispringen bereit sein", sagte Vettori. Man habe bereits ein 400 Lkw-Ladungen großes Schneedepot im Schmöllntal angelegt und diverse andere Vorkehrungen getroffen. "Und wir sind ja nicht deppert", so Vettori.

Dienstag soll endgültige Entscheidung fallen

Am Dienstag soll endgültig die Entscheidung fallen, ob am 4. Jänner in Innsbruck gesprungen wird. Der ÖSV und der Bauleiter sind davon überzeugt, dass am 22. Dezember mit der Präparierung des Bakkens begonnen werden kann.Dietmar Hemerka, Präsident des Innsbrucker Organisations-Komitees, dementierte eine Meldung der dpa, wonach er die Durchführung der Konkurrenz bereits jetzt für unmöglich halte. "Das habe ich nie gesagt. Meine Aussage war immer, dass sich am Dienstag entscheiden wird, ob das Springen durchgeführt werden kann."

Trotz Verzug soll Bau rechtzeitig fertig sein

"Ich war erst gestern wieder auf dem Bergisel und der Bauleiter hat gesagt, er werde alles daran setzen, dass das Springen stattfinden kann." Die Tatsache, dass man nun von den Witterungsbedingungen abhängig ist, konnte Hemerka aber nicht von der Hand weisen. "Vom Bau her haben wir zwei bis drei Monate Verzögerung. Es wird nun die gesamte Woche inklusive dem Wochenende gearbeitet", so Hemerka. In Sachen Zuschauer hofft Hemerka bei planmäßigem Vorankommen auf etwa 15.000 Zuschauer. "Das wird davon abhängen, ob die von der Baupolizei geforderten zusätzlichen Ausgänge und Notausgänge fertig sind." (APA/dpa)

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