"Exzentrischer Vorschlag": Nachtwache gegen Museumsrenovierung

28. November 2001, 14:54
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Amsterdam plant Kuhhandel mit Rembrandt

Amsterdam - Die Stadt Amsterdam will die Renovierung ihres Museums für moderne Kunst mit Rembrandts "Nachtwache" bezahlen. Das Gemälde soll in den Besitz des Königreichs übergehen, wenn Den Haag sich an der Renovierung des Stedelijk Museums beteiligt, berichtet die Tageszeitung "De Volkskrant" am Mittwoch.

Die Renovierung des Museums für moderne Kunst soll etwa 90 Mill. Euro kosten. Nach Ansicht der Stadt hat die Regierung die Pflicht, die Renovierung des Museums von hohem Rang zu unterstützen. Außer dem Rembrandt bietet die Stadt dem Staat auch noch einen Vincent van Gogh an.

Die "Nachtwache" ist im Besitz der Stadt Amsterdam und hängt als Dauerleihgabe im Reichsmuseum. Sollte die niederländische Regierung nicht auf den Handel eingehen, erwägt Amsterdam die Forderung einer Leihgebühr.

Der zuständige Staatssekretär für Kultur, Rick van der Ploeg, sprach von einem "exzentrischen Vorschlag". Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Regierung auf den Kuhhandel eingehe. (APA/dpa)

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    Erläuterung des Fotos: Mitglieder niederländischer Gildevereine posierten im März 2000 auf der Industriemesse in Hannover als Rembrandts "Nachtwache".

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