Antworten auf Krebs-Fragen

28. November 2001, 15:04
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Wien - "Was passiert bei einer Laryngoskopie?" "Welche Chancen bietet die biologische Krebstherapie?" "Ab wann und wie oft sollte ich zur Mammographie gehen?" "Wie wirken sich Erbfaktoren bei der Entstehung bösartiger Tumore aus?" - Der Katalog an möglichen Fragen rund um bösartige Erkrankungen scheint unerschöpflich. Wissenschaftlich fundierte und zugleich verständlich formulierte Erklärungen zu allen Aspekten der Erkrankung sind jetzt auf einer Homepage von SpezialistInnen der Abteilung für Onkologie an der Klinikik für Innere Medizin I am Wiener AKH zu finden:

www.krebszentrum.at

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Vorsorge, Früherkennung und Nachsorge von Tumorerkrankungen. "Seit ich mich via Internet auf dem Laufenden halte, habe ich eine ganz andere Gesprächsbasis mit meinem behandelnden Arzt", erklärte aus Anlass der Präsentation des Service Mittwoch Abend die Brustkrebs-Patientin Johanna Z. Als vor rund sechs Jahren bei ihr die Diagnose gestellt wurde, wusste sie so gut wie gar nichts über die Erkrankung, deren Entstehung und Behandlungsoptionen.

"Trotz ausführlicher Informationen durch das Spitalspersonal und dem Studium zahlreicher Broschüren fühlte ich mich immer noch zu wenig informiert." Erst als ihr Sohn sie mit der Welt des Internet vertraut machte, erhielt Frau Z. die Möglichkeit, systematisch nach Antworten auf die für sie relevanten Fragen zu suchen. "Leider sind viele Homepages sehr unübersichtlich gestaltet oder einfach zu fachlich - als Laie fange ich damit nichts an", wird sie in einer Aussendung zitiert.

Das (AutorInnen-)Team von Wiener KrebsspezialistInnen rund um Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie, Klinik für Innere Medizin I am Wiener AKH, hat nun eine Website erstellt, die genau auf die Bedürfnisse von KrebspatientInnen und deren Angehörigen zugeschnitten ist. Dort finden all jene Rat, die sich für das Thema interessieren und mehr über Vorsorge und Früherkennung erfahren wollen.

Maßnahmenkatalog

So sind die empfohlenen Maßnahmen - je nach Altersstufe und individuellem Risiko - für einzelne Tumor-Arten einfach per Mausklick abrufbar. Die wichtigsten dazu notwendigen Untersuchungen werden knapp und leicht verständlich erklärt. Auch das Thema "genetische und erbliche Vorbelastungen" wird behandelt: An Hand der Darstellungen können Internet-Nutzer gut einschätzen, ob in ihrer Familie ein erhöhtes Krebsrisiko besteht und in welchen Fällen genetische Tests sinnvoll sind.

Eine ausführliche Erklärung der Funktion des körpereigenen Immunsystems für die Abwehr von Krebszellen, komplementäre Behandlungsmethoden, eine Liste aller onkologischen Zentren in Österreich, Adressen von Selbsthilfegruppen in allen Bundesländern, aktuelle statistische Daten zu Krebserkrankungen, eine patientengerechte Erklärung über den Ablauf klinischer Studien, neueste Forschungsergebnisse etc. sind weitere Service- und Informationsangebote.

Darüber hinaus steht ein eigener Subbereich für JournalistInnen zur Verfügung, wo ein kostenloser Newsletter per e-mail abonniert werden kann. Für MedizinerInnen wurde ebenfalls ein spezieller Fach-Bereich eingerichtet, der mit Zugangsberechtigung abgerufen werden kann. (APA)

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