Demel-Verkauf: Belegschaft übergibt Forderungspaket

28. November 2001, 14:34
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Kündigungsschutz und Standortsicherung verlangt

Wien - Die Belegschaft der vor einem Verkauf an das Catering-Unternehmen Do&Co stehenden Wiener Traditionskonditorei Demel hat ihrem Noch-Eigentümer Raiffeisen ein detailliertes Forderungsprogramm überreicht. Darin verlangen die Beschäftigten die Zusicherung, dass bei einem Verkauf alle Beschäftigten mit allen Rechten und Pflichten übernommen werden sowie einen Kündigungsschutz für das Stammpersonal.

Standortsicherung

Weiters wird ein Austrittsrecht bis sechs Monate gefordert sowie die Standortsicherung der bestehenden Produktion. Nach Vorstellung der Mitarbeiter müsste sofort nach Vertragsunterzeichnung eine Arbeitsgruppe erfahrener Demel-Mitarbeiter und der neuen Geschäftsführung eingesetzt werden. Laut Aussage der zuständigen Gewerkschaft (ANG) hat der Raiffeisen-Konzern zugesagt, bis 7. Dezember 2001 zu diesen Punkten Stellung zu nehmen. ANG-Gewerkschafter Gerhard Riess geht davon aus, dass bis zu diesem Termin kein Verkauf stattfinden werde.

Verhandlungen mit Do&Co

Nach Medienberichten verhandeln die Demel-Eigentümerin, die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien, seit Wochen mit Do&Co-Chef Attila Dogudan. Danach soll überlegt werden, den Demel bei Do&Co einzubringen und dass Raiffeisen statt Barem eine Beteiligung an Do&Co erhält.

Wie berichtet hat Do&Co-Chef Dogudan Gespräche über eine Beteiligung an Demel bestätigt. Bei der für Donnerstag angesetzten Pressekonferenz werde es aber keine "Demel-Überraschung" geben. (APA)

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