Stapo: Kein Attentat auf Klestil

28. November 2001, 18:47
2 Postings

Autofahrer nach mutwillig verursachtem Unfall in Psychiatrie

Wien - Die Staatspolizei ist für den Staat zuständig - und für dessen Spitzen. Rund um die Uhr wird etwa Bundespräsident Thomas Klestil bewacht. Das Staatsoberhaupt fährt ein "Kfz mit Schutzvorrichtungen" (so die offizielle Sprachregelung) und wird von Beamten auf allen Wegen eskortiert. Je nach Anlass zieht die Stapo auch die Personenschutz-Spezialisten des Gendarmerieeinsatzkommandos zur Sicherung heran. Zwischenfälle, bei denen Leib und Leben Klestils bedroht worden wären, gab es bisher keine. Auch der Autounfall, in den Klestils Konvoi Dienstag verwickelt war, wird von der Stapo nicht als Attentat bewertet.

Klestil war in seinem Dienstwagen (mit einem Lotsenfahrzeug und einem Begleitwagen) auf der Wiener Ringstraße unterwegs. Dort rammte ein Wagen das Begleitfahrzeug des Präsidenten. Verletzt wurde dabei nur der Unfalllenker. Der Polizei sagte der Mann, er habe sich aus Liebeskummer umbringen wollen. "Wir konnten den geistig Verwirrten aber nicht genauer befragen", erklärte Walter Koberger von der Wiener Stapo. "Der hat sich aber sicher nicht den Bundespräsidenten ausgesucht, sondern wollte einfach ein Polizeifahrzeug treffen." Der Lenker kam in die Psychiatrie. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.11.2001)

Share if you care.