Allergie-Risiko durch neue Euro-Münzen

28. November 2001, 12:39
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Nickelanteil deutlich über herkömmlichen Niveau

Brüssel - Allergiker müssen sich nach einem Bericht der belgischen Tageszeitung "La Derniere Heure" vor dem Euro in Acht nehmen. Unter Berufung auf eine wissenschaftliche Studie berichtete die Zeitung am Mittwoch, die neuen Ein- und Zwei-Euro-Münzen hätten einen Nickel-Anteil, der 30 bis 40 Mal über dem herkömmlicher Geldstücke liege. "Der Nickel-Gehalt in diesen Münzen kann zu Ekzemen an den Händen führen", zitiert die Zeitung einen Dermatologen.

Nach den Angaben reagieren etwa 15 Prozent aller Frauen und fünf Prozent der Männer allergisch auf Nickel. Vom 1. Jänner an ist das neue Euro-Bargeld in zwölf Ländern der Europäischen Union im Umlauf. Als besondere Problem-Gruppen hinsichtlich möglicher Allergien gelten laut Bericht alle Menschen, die häufiger als andere mit den Münzen in Kontakt kommen, etwa Kassiererinnen in Supermärkten oder Bankangestellte. Die Studie, auf die sich "La Derniere Heure" bezieht, stammt von Wissenschaftern aus Schweden und Großbritannien - beide Länder gehören nicht der Euro-Zone an. (APA/dpa)

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