Crossair Absturz: Drehfunkfeuer im Anflug auf Zürich-Kloten überprüft

28. November 2001, 12:32
posten

Erste Auswertungen des Flugdatenschreibers soll Donnerstag veröffentlicht werden

Bern - Nach dem Absturz einer Crossair-Maschine bei Zürich haben die Schweizer Behörden das Drehfunkfeuer im Anflug auf die Piste 28 des Flughafens Zürich-Kloten überprüft. Bei den Vermessungsflügen wurden keine Fehlfunktionen festgestellt, wie Untersuchungsleiter Daniel Knecht am Mittwoch sagte. Die Auswertung der Flugschreiber ging unterdessen in die nächste Phase über.

Vermessungsflüge

Beim Absturz des aus Berlin kommenden Crossair-Jumbolinos waren am Samstag 24 Menschen ums Leben gekommen.

Die Vermessungsflüge wurden von der französischen Behörde für Flugunfalluntersuchungen durchgeführt und am Dienstag abgeschlossen. Das System habe tadellos funktioniert, sagte Knecht. Die Resultate sollen als Grundlage für die Entscheidung des Schweizer Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) dienen. Laut BAZL-Sprecher Daniel Göring gibt es drei Möglichkeiten: die Piste für Abflüge entweder uneingeschränkt, mit Einschränkungen oder gar nicht wieder freizugeben.

Erste Auswertungen des Flugdatenschreibers für Donnerstag geplant

Die Auswertung der Flugdatenschreiber ist nach Angaben des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) weiter im Gang. Das Auslesen der Daten sei abgeschlossen. Inzwischen sei eine erste Analyse und Synchronisation der Zeiten des Flugdatenschreibers und des Cockpit- Voice-Recorders aufgenommen worden. Erste Erkenntnisse der Untersuchung und Zwischenresultate sollen voraussichtlich am (morgigen) Donnerstag bekannt gegeben werden. (APA/ag.)

Share if you care.