EU-Geldstrafe beschert BASF Quartalsverlust

28. November 2001, 10:53
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Im Gesamtjahr schwarze Zahlen erwartet

Hamburg - Die Vitaminkartellstrafe der EU wird das Ergebnis der BASF AG, Ludwigshafen, noch im Jahr 2001 belasten. "Ich kann bestätigen, dass die zusätzlichen Rückstellungen zur möglichen Begleichung des Strafgeldes aus dem Vitaminfall im vierten Quartal 2001 gebildet werden", sagte ein BASF-Sprecher am Dienstag, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD/Mittwochausgabe). Branchenkenner beziffern diese Rückstellungen auf etwa 200 Mill. Euro (2,75 Mrd. S).

Weil der Chemiekonzern im Schlussquartal ohnehin schon Sonderaufwendungen derselben Höhe für Werkstilllegungen ausweisen wird, dürfte er einen Verlust in den letzten drei Monaten kaum mehr vermeiden können, heißt es weiter.

Schwarze Zahlen im Gesamtjahr

Der BASF-Sprecher lehnte dazu eine Stellungnahme ab, betonte aber: "Wir bleiben im Gesamtjahr ordentlich in den schwarzen Zahlen - daran halten wir fest." BASF hatte fast die gesamten neunziger Jahre lang heimlich mit Wettbewerbern die Preise für künstliche Vitamine abgesprochen. Deswegen verhängte die Europäische Kommission vergangene Woche gegen BASF ein Strafgeld in Höhe von 296 Mill. Euro. Die bisherigen Rückstellungen reichen dafür nicht aus. (APA/vwd)

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