Japan: Vorsichtiger Optimismus bei Fondsmanagern

28. November 2001, 10:24
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Enormes Potenzial für japanische Unternehmen zu wachsen.

Übereinstimmend zeichnen Finanzexperten im Moment ein düsteres Bild Japans. Das Land wird seit einiger Zeit in einer Rezession gesehen, Strukturreformen stocken, Aktienpreise fallen unaufhörlich und auch von Koizumi erwarten sich viele nicht mehr - wie zum Beispiel noch vor Amtsantritt - die entscheidenden Impulse für eine Erholung. Ein besonders problematischer Bereich ist nachwievor der Bankensektor.

Problembereich Banken

Einige Banken sind pleite. Obwohl das nichts Neues ist, hält diese Nachricht sowohl die Finanztitel als auch den Nikkei auf einer Achterbahn. Unsicherheit über das Ausmaß des Problems und welche Banken hauptsächlich betroffen sind, hat Gerüchte genährt und Banktitel auf neue Tiefststände gebracht. Größere Transparenz ist jedoch im Vormarsch. Neue Regelungen bedingen, dass Banken jetzt unter geänderten Richtlinien das erste Halbjahr des 2001/2 Fiskaljahres berichten müssen. Dies erzeugt eine Menge an Aktivitäten im Moment.

Trotz der negativen Grundstimmung haben sich einige Fondsmanager in den letzten Wochen vorsichtig optimistisch geäußert.

Fondsmanager vorsichtig optimistisch

Bowen Capital Management, Manager des Spängler Pacific Growth Trust und des Part Asien des Spängler Global Quality Growth Trust, ist dennoch der Meinung, dass das Land dem Ende einer zehnjährigen schwierigen Phase der notwendigen Umstrukturierungen entgegensieht. Diese Veränderungen haben vielfach Barrieren zu Innovation und Wachstum japanischer Unternehmen beseitigt und sollten die Wirtschaft dynamischer und empfänglicher für die Interessen der Aktienbesitzer machen. Unter Berücksichtigung des enormen Reichtums Japans, der tüchtigen, kreativen und hart arbeitenden Menschen und seines internationalen Unternehmensnetzwerkes, existiert heute in der Tat enormes Potenzial für die Unternehmen zu wachsen.

Auch Masato Kawada, Manager des INVESCO GT Japan Enterprise Fund, äußerst sich zur Lage am japanischen Markt vorsichtig optimistisch:

"Die japanische Wirtschaft ist nach dem Terroranschlag vom September zwar noch stärker unter Druck, aber ein Großteil der schlechten Nachrichten ist in den Aktienkursen bereits enthalten. Selbst nach dem jüngsten Terroranschlag besteht die Möglichkeit, dass der Markt seinen Tiefstand erst gegen Ende dieses Kalenderjahres erreichen wird. Wir sind weiter auf Unternehmen ausgerichtet, die von kulturellen oder strukturellen Veränderungen in Japan profitieren werden und konzentrieren uns als entscheidende Maßzahl des Erfolgs der Unternehmensleitungen auf eine steigende Eigenkapitalrendite."

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