"Linux ist noch nicht erwachsen"

30. November 2001, 15:57
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Kernel 2.5 – kommentiert von Linus Torvalds

Wie Zdnet berichtet, erklärt Linux-Initiator Linus Torvalds sein Betriebssystem "für noch nicht erwachsen. Selbst 10 Jahre nach Start sei das Open-Source-Betriebssystem noch immer im Entwicklungsstadium, so Torvalds.

Große Release sind problematisch

Weiters sagt Torvalds, dass ein "großes" Release wie das von 2.5.0 oder von 2.4 immer problematisch ist, da viele Leute die Software auf Herz und Nieren prüfen. Statistisch gesehen sei die Gefahr des Entdeckens eines ernsthaften Bugs dadurch natürlich größer. Aber: "Die Leute, von denen du wirklich möchtest, dass sie es testen, tun das nicht, bis es stabil läuft. Man bekommt das Ganze aber nicht stabil solange nicht eine Menge Leute es sich angesehen haben." Laut Torvalds ist das Ganze ein "Henne-Ei-Problem".

Kleinere Änderungen

Eine Lösung in Zukunft größere Problem zu vermeiden, sei es, die fundamentalen Änderungen zwischen den Kernel-Releases geringer zu halten als bisher. "Gleichzeitig muss man sich immer vergegenwärtigen, dass 'weniger fundamentale Änderungen' die Entwicklung verlangsamt. Und dabei sind wir noch nicht mal im Erwachsenenalter angekommen", meint Torvalds.

Trotzdem ist Torvalds aber mit dem Start des Kernel 2.5 zufrieden: "Das System sieht ziemlich stabil aus und hat nur ein paar dumme Fehler, die bereits gelöst wurden und nicht weiter Weh tun."(red)

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