Sri Lanka: Rebellenführer will friedliche Lösung des Konflikts

27. November 2001, 19:10
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Abrücken von eigenem Staat

Colombo - Der Führer der tamilischen Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) auf Sri Lanka hat sich für eine politische Lösung des seit 18 Jahren andauernden blutigen Konflikts ausgesprochen. Der Bürgerkrieg könne nur beendet werden, wenn der tamilischen Minderheit Gerechtigkeit widerfahre, sagte Vellupillai Prabhakaran, der Kommandant der LTTE. "Wir glauben noch immer fest daran, dass diese Frage friedlich gelöst werden kann", sagte er.

Das tamilische Volk wolle in Frieden und Würde in seinem angestammten Gebiet leben, sagte Prabhakaran weiter. Dies bedeute jedoch nicht unbedingt eine Abspaltung von Sri Lanka. Es war das erste Mal, dass Prabhakaran Bereitschaft signalisierte, Verhandlungen zu führen ohne die Forderung nach einem eigenen Staat.

Die Rebellen kämpfen seit 30 Jahren für einen unabhängigen Tamilenstaat im Nordosten Sri Lankas. In dem Konflikt zwischen Regierungstruppen und Untergrundskämpfern kamen bisher mehr als 60.000 Menschen ums Leben. Die Tamilen machen rund zwölf Prozent der Bevölkerung Sri Lankas aus. (APA/AP)

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