Arabische Liga will Ruf des Islam im Westen verbessern

27. November 2001, 19:17
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Dialog zwischen den Kulturen und Einrichtung eines Fonds zur Finanzierung von Werbekampagnen beschlossen

Kairo - Die Arabische Liga will mit einer neuen Initiative den Ruf der Araber und des Islam in der westlichen Welt verbessern. Das beschlossen mehr als 100 arabische Intellektuelle zum Abschluss einer zweitägigen Konferenz der Liga am Dienstag in Kairo. Die Arabische Liga soll demnach Beauftragte benennen für den Dialog zwischen den Kulturen und für die Belange arabischer Migranten im Ausland. Außerdem beschloss die Konferenz die Einrichtung eines Fonds, um Werbekampagnen zu finanzieren.

Ziel der Konferenz sei nicht, "diejenigen zu beschuldigen, die uns angegriffen haben", sagte der Generalsekretär der Liga, Amr Mussa. Die Teilnehmer wollten vielmehr die Möglichkeiten erkunden, Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Die Tagung wurde einberufen, um etwas gegen den schlechten Ruf des Islam und der Araber nach den Terroranschlägen vom 11. September zu tun.

An dem Treffen nahmen auch Vertreter im Westen lebender Araber teil, so der Geschäftsführer der Arabischen Handelskammer in den USA, Nasser Beydoun. "Die Medien im Westen haben die Araber traditionell immer als Terroristen, Schurken und Chauvinisten dargestellt", sagte Beydoun. Der durchschnittliche Amerikaner habe große Wissenlücken, was die arabische und moslemische Gesellschaft angeht. (APA/dpa)

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