Wie Freiheit klingen könnte

27. November 2001, 22:58
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Vorschau auf Yuri Temirkanov und das Baltimore Symphony Orchestra

Wien - Amerikanisch-russischer Besuch in der Donaustadt: Das Baltimore Symphony Orchestra, "eines der interessantesten Orchester der amerikanischen Ostküste" (Washington Post), ist auf Europa-Tournee, und dies mit seinem Chefdirigenten Yuri Temirkanov. 1988 übernahm Temirkanov nach Evgeny Mravinsky die Leitung der Leningrader Philharmoniker - 1997 wurde er der elfte Chef des BSO. Er wurde damit Nachfolger von David Zinman.

Temirkanov begann sein Musikstudium mit Violine und Viola. Allerdings, schon viel früher war er "fasziniert von den farbenfroh gekleideten Männern, die vor einer marschierenden Blasmusikgruppe standen und mit ihren Armen herumruderten", erklärt er seine frühe Interessensprägung für das Dirigieren.

Für Baltimore entschied er sich übrigens, weil man ihm dort "eine gewisse Freiheit" bot. Wie die Freiheit klingt, wird man anhand von Werken von Brahms, Liszt, Debussy, Ravel, Barber und Schostakowitsch hören - das BSO gibt sich also vom Repertoire her durchaus flexibel und international.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28. 11. 2001)

 Von
 Ljubisa
 Tosic



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