Quo vadis Universität?

27. November 2001, 16:28
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Eintägige Veranstaltung in Wien zum Thema "Universitäre Profilbildung aus der Sicht der feministischen Theorie und Gender Studies"

Es hat viele Veranstaltungen rund um die Reformprozesse der Universitäten gegeben. Fast allen war gemeinsam, dass „Frauen und Wissenschaft“ nicht miteinbezogen wurden. In dieser eintägigen Veranstaltung werden die Perspektiven für die Universitäten in Richtung Profilbildung, Innovationskraft und letztendlich auch europaweite Konkurrenzfähigkeit durch die Feministische Theorie und Gender Studies thematisiert.

Dies wird auf drei Ebenen dargestellt. Innerhalb der einzelnen Disziplinen wird an einer verstärkten Implementierung von Gender Studies gearbeitet. Die verstärkte Auseinandersetzung mit trans/inter/multidisziplinären Ansätzen, die den Gender Studies und der Feministischen Theorie immanent sind, erweist sich dabei als unabdingbar. Die zweite Ebene bezieht sich auf die universitäre Profilbildung und die dritte auf die Universität als Organisation.

All diese drei Bereiche hängen zusammen, wirken ineinander und haben hochschul- und wissenschaftspolitische Auswirkungen. Der gesamte Prozess in Richtung Autonomie der Universitäten ist dadurch gefordert. So ist ein wichtiges Anliegen dieser Veranstaltung, konkrete Maßnahmen anderer Universitäten darzustellen, die effektiv die Förderung von Frauen in der Wissenschaft und eine Förderung von Gender Studies bewirkt haben.

Viele dieser Best-Practice-Modelle sind Forschungsergebnisse aus Gender Studies und Feministischer Theorie. Frauen in den Wissenschaften sind ein mehrdimensionaler Topos. Gender Studies und Feministische Theorie beinhalten Forschungsansätze von, für und über Frauen. Derartige Wissenschaften und Forschungen stellen eine Chance dar, die Universität auf den Weg zu einer geschlechtergerechten Institution zu bringen. Diese Optionen bedingen eine inner- und außeruniversitäre Öffnung und ein Hinterfragen des herkömmlichen Wissenschaftskanons.

Das Programm

9.00 Eröffnung und Begrüßung:
Rektor O. Univ.-Prof. Dr. Georg Winckler, Vizerektorin Ao. Univ.-Prof. Dr. Gabriele Moser und Frauenreferat ÖH

9.15 – 10.45 Roundtable:
Möglichkeiten der Verankerung von Gender Studies durch die/in den neuen Studienplänen, mit Nikolaus Benke (Wahlfachkorb Rechtswissenschaft), Christa Ehrmann-Hämmerle (Geschichte), Eva-Maria Knoll (Ethnologie), Brigitte Litschauer (Medizin), Sieglinde Rosenberger (Politikwissenschaft), Margarete Rubik (Anglistik/Wahlfachkorb GeKu) und Renée Schroeder (Molekularbiologie)

11.00 – 12.00 Vortrag:
Regina Becker-Schmidt (Universität Hannover): Interdisziplinäre Perspektiven in der Geschlechterforschung

13.30-14.30 Vortrag:
Ilse van Lamoen (Universität Maastricht): The Changing Context of Academic Management: Gender Mainstreaming as an Engine for Innovation 14.30 – 17. 30 Workshops:
1. Gender/Universität(sreform)/Autonomie: Das Berufsbild des/der UniversitätslehrerIn nach der Dienstrechtsnovelle 2001 und den Reformvorstellungen der Arbeitsgruppe im BMBWK (Anneliese Legat/Universität Graz) und Gender-Fragestellungen im Rahmen der Universitätsreform (Christine Gaster/Universität Graz)
2. Von der Theorie zur Praxis – Geschlechtergerechtigkeit als Reformstrategie: ein Erfahrungsbericht aus dem Organisationsentwicklungsprojekt QueR der Universität Dortmund (Petra Selent/Universität Dortmund)
3. Interdisziplinäre Perspektiven in der Geschlechterforschung (Regina Becker-Schmidt/Universität Hannover)
4. Feministische Sichtweisen zur modernen Reproduktionstechnologie (Renée Schroeder et al./Universität Wien)

18.00 – 19.00 Plenardiskussion

Moderation: Rubina Möhring (ORF) Moderation des Vortrags von Ilse van Lamoen: Dagmar Fink

Organisation/Information/Anmeldung: Projektzentrum Frauen- und Geschlechterforschung, Tel.: Tel: 01/4277-183 51
(red)

Freitag, 30. November 2001
Aula/Universitätscampus Hof 1
1090 Wien, Alserstraße 4
9 bis 19 Uhr

Weitere Informationen
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