EU und UNO rufen zu Hilfe für afrikanische Region der Großen Seen auf

27. November 2001, 16:22
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Nothilfe für ein Jahr wäre mit Armeekosten von nur einem Tag gedeckt

Brüssel - Die Europäische Union und die Vereinten Nationen haben zu internationaler Hilfe für die afrikanische Region der Großen Seen aufgerufen. Die Region liegt im Gebiet von Uganda, Kongo, Ruanda, Burundi und Tansania. Acht Jahre nach dem Völkermord in Ruanda gebe es in der Region eine Million Flüchtlinge und drei Millionen Vertriebene. Die Gewalt in Burundi und dem benachbarten Kongo gehe weiter, heißt es in dem gemeinsamen Aufruf vom Dienstag in Brüssel.

Der Appell an die internationale Gemeinschaft, im kommenden Jahr 2,5 Milliarden US-Dollar (2,84 Mrd. Euro/39,0 Mrd. S) für Nothilfe zu Gunsten von 33 Millionen Menschen bereitzustellen, soll auch Südosteuropa zu Gute kommen. Der erbetene Betrag sei weniger als die Regierungen weltweit an einem einzigen Tag für ihre Armeen ausgeben, hatte UNO-Generalsekretär Kofi Annan bei der Veröffentlichung des Aufrufs am Montag in New York erklärt. Mit ihrer gemeinsamen Aktion wollen EU und UNO nach Angaben aus Brüssel ihre Zusammenarbeit auf humanitärem Gebiet verstärken. (APA/dpa)

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