Frankreich wird Zusatzsteuer auf UMTS-Einnahmen einheben

27. November 2001, 15:13
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Möglicherweise ein Prozent des Netto-Umsatzes

In Frankreich wird der Staat eine zusätzliche Steuer auf den Umsatz der UMTS-Mobilfunklizenzen von rund einem Prozent erheben. Der Steuersatz werde eher bei einem als bei ursprünglich geplanten zwei Prozent liegen, teilten am Dienstag Mitarbeiter des Pariser Finanz- und Wirtschaftsministeriums mit. Er werde ausschließlich auf den Netto-Umsatz erhoben, nicht auf die Einnahmen aus dem Verkauf von Handys oder technischem Gerät. Im Laufe der Woche solle endgültig über die Höhe des Steuersatzes entschieden werden.

Die französische Regierung war den Telekom-Anbietern Mitte Oktober mit einer drastischen Preissenkung für die Lizenzen entgegengekommen: Statt der zuvor geforderten 4,95 Mrd. Euro (68,1 Mrd. S) wird für eine UMTS-Lizenz in Frankreich zunächst nur noch ein Einstandspreis von 619 Mill. Euro gezahlt. Mit der Sondersteuer will der Staat abhängig von der Geschäftsentwicklung der UMTS-Anbieter sich einen Teil des Geldes zurückholen, auf das er bei der Lizenzkostensenkung verzichtet hat. (APA)

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