Unzufriedenheit mit Österreichs "politischer Kultur"

27. November 2001, 12:22
posten

Vor allem Frauen beklagen die politischen Umgangsformen

Linz - Die Österreicherinnen und Österreicher stellen der "politischen Kultur" im Lande kein gutes Zeugnis aus. Der Umgangston in der Politik lasse zu wünschen übrig. Nur Wenige möchten selbst PolitikerInnen sein. Dies geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Market" hervor.

Umgangston

43 Prozent gaben der österreichischen Polit-Kultur - also dem Umgangston in der Politik - ein "eher wenig zufrieden stellendes" Zeugnis. 24 Prozent der Befragten sagten, mit dem Ton in der heimischen Politik "gar nicht zufrieden" zu sein, 30 Prozent sehen die Umgangsformen unter den PolitikerInnen als "zufrieden stellend" an. Es gab in der Befragung auch noch, was den politischen Umgangston anlangt, die Kategorie "absolut zufrieden stellend" - sie blieb aber bei null Prozent. Der Rest der Befragten machte keine Angaben.

Umgangsformen

Überdurchschnittlich ist die Unzufriedenheit mit den Umgangsformen in der Politik bei den Frauen und bei den Über-50-Jährigen. Ebenso ist im Süden unseres Landes der Anteil jener, die mit dem Ton in der Politik "gar nicht" zufrieden ist, etwas höher als im übrigen Österreich. Dasselbe gilt auch für die Landeshauptstädte.

Image

Eine weitere Market-Frage beschäftigte sich mit dem "Image der Politik in Österreich". Es wurde eine Reihe von Antwortmöglichkeiten vorgegeben. 87 Prozent meinten, grundsätzlich seien die PolitikerInnen "wichtig für Österreich". Elf Prozent sagten dazu "teils-teils", nur ein Prozent hielt die PolitikerInnen für nicht wichtig, der Rest hatte keine Meinung zu dieser Frage.

Interessensvertretung

61 Prozent vertraten die Auffassung, die Interessen der BürgerInnen seien für die PolitikerInnen "nur vor den Wahlen wichtig". 30 Prozent antworteten, dies sei teilweise der Fall, neun Prozent meinten, dies treffe nicht zu. Der Rest sagte dazu nichts.

Die Frage "Achten Politiker vor allem auf ihre eigenen Interessen ?" wurde von 53 Prozent bejaht, von 35 Prozent mit "teils-teils" beantwortet und von zehn Prozent verneint, der Rest hatte keine Meinung. (APA)

Share if you care.