"Schlimmes Pleitenjahr"

27. November 2001, 18:35
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KSV: 2001 droht aber kein Insolvenzrekord

Wien - Ein "schlimmes Pleitenjahr", aber keinen neuen Rekord erwartet Hans-Georg Kantner vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) für 2001. Die Passiva werden heuer sicher über 40 Mrd. S (2,9 Mrd. EURO) anwachsen, liegen damit aber immer noch deutlich unter dem Rekordwert von 1995, als die Verbindlichkeiten durch den Konsum-Zusammenbruch auf 63 Mrd. S explodierten.

Bis Ende September sind die Passiva aus Firmenzusammenbrüchen gegenüber dem Vorjahr um gut ein Drittel auf 37,1 Mrd. S angestiegen. Damit liegen die Neunmonatspassiva bereits deutlich über den Gesamtverbindlichkeiten des Vorjahres von 36 Mrd. S. Verantwortlich für diesen Anstieg waren die heurigen Großpleiten wie Libro (vier Mrd. S), Steiner (4,7 Mrd. S), Forstinger (1,2 Mrd. S) und die Trigon Bank (900 Mio. S).

Die angespannte Situation begründet Kantner mit der herrschenden Konjunkturflaute und dem Trend der Banken, bei der Kreditvergabe "genauer zu schauen". Auch Investkredit-Vorstand Wilfried Stadler befürchtet aufgrund von Basel II einen Engpass bei der Vergabe von Krediten. (APA, DER STANARD, Printausgabe 28.11.2001)

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