Berliner Alte Nationalgalerie - Monument deutscher Geschichte

27. November 2001, 10:25
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Beiname "alt" stammt erst aus jüngster Zeit

Berlin - Die Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen mit Bildern und Skulpturen des 19. Jahrhunderts. Seit ihrer Eröffnung 1876 gilt sie als Monument deutscher Geschichte. Ihr heutiger Name "Alte Nationalgalerie" ist Folge der jüngsten Zeit. Mauerfall und Wiedervereinigung bescherten Berlin zwei Nationalgalerien: Im Westteil war, wie Architekt Mies van der Rohe ausdrücklich bestimmte, 1968 die Neue Nationalgalerie eingeweiht worden.

Seit der Neuordnung der Bestände der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in den 90er Jahren sieht sich das Stammhaus im Ostteil als "Alte Nationalgalerie". Der klassizistische Bau von Friedrich August Stüler entstand auf Betreiben von Preußen-König Friedrich Wilhelm IV., dem "Romantiker auf dem Königsthron". Vor dem Portal reitet als Denkmal der Kunst liebende König.

Den Grundstock der Sammlung bildete eine Schenkung von 262 Gemälden des Bankiers Wagener. Neben Werken von Caspar David Friedrich, Schinkel und Gaertner waren es zumeist bürgerliche Genre- und Historienbilder aus allen wichtigen deutschen Kunstzentren. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 wurde die Nationalgalerie geschlossen. Der Wiederaufbau des stark zerstörten Hauses war Mitte der 50er Jahre abgeschlossen worden. Für eine gründliche Sanierung fehlte in DDR-Zeiten jedoch das Geld. (APA/dpa)

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