Iran im Mittelpunkt der Tage des unabhängigen Films in Augsburg

27. November 2001, 09:30
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Auch Produktionen aus Israel und Palästina zu sehen

Augsburg - Filme aus Iran und aus Palästina stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der 15. Tage des unabhängigen Films in Augsburg. Eröffnet wird das Festival am Mittwoch mit dem in Cannes preisgekrönten Streifen "Die Zeit der trunkenen Pferde" von Regisseur Bahman Ghobadi, der den Überlebenskampf von fünf Waisenkindern im Grenzgebiet zum Irak schildert. Von großer Aktualität ist der Film "Kandahar". Der iranische Regisseur Mohsen Makhmalbaf erzählt darin die Geschichte einer jungen Frau in Afghanistan, die sich wegen der harten Lebensbedingungen unter dem Regime der Taliban das Leben nehmen will.

Insgesamt sind bis zum Sonntag 75 Filme im Programm, darunter auch Produktionen aus Palästina und Israel, die sich mit der Besatzung, dem Siedlungsbau und der Immigration beschäftigen. Ergänzt wird das internationale Programm durch Werke etwa aus Italien oder Tschechien. Außerdem widmet sich eine Werkschau dem mit dem deutschen Bundesfilmpreis ausgezeichneten Regisseur Frank Beyer, der zu den wichtigsten ostdeutschen Filmemachern zählt. Zu sehen sind zehn Werke wie der Oscar-nominierte Film "Jakob der Lügner", "Nikolaikirche" oder "Spur der Steine". (APA/dpa)

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