Gericht verurteilt Chrysler zur Zahlung von 20 Millionen Dollar

27. November 2001, 07:35
posten

Familie eines Unfallopfers klagte

Detroit - Ein Gericht in New Jersey hat nach Angaben des Automobilkonzerns DaimlerChrysler das deutsch-amerikanische Unternehmen zur Zahlung von 20 Millionen Dollar (22,7 Mill. Euro/313 Mill. S) an die Familie eines Unfallopfers verurteilt. Wie DaimlerChrysler am Montagabend weiter mitteilte, werde der Konzern gegen das Urteil in Berufung gehen. Eine Frau war bei einem Unfall 1998 in ihrem Auto von einem Vorderreifen getötet worden, der sich von einem Jeep gelöst hatte und ins Dach ihres Minivans Plymouth Voyager, ein Fahrzeug der US-Tochter Chrysler, eingeschlagen war. Die Familie der Frau hatte daraufhin argumentiert, der Minivan sei teilweise dafür verantwortlich gewesen. Das Gericht hatte zu Gunsten der Familie am 9. November entschieden.

DaimlerChrysler verwies darauf, dass die Reifen des Jeeps eine Woche zuvor von einer Mobil-Tankstelle gewechselt worden seien. Die Polizei habe herausgefunden, dass das andere Vorderrad nicht ordnungsgemäß verschraubt gewesen sei, hieß es weiter. Ein Anwalt von DaimlerChrysler sagte in einer Stellungnahme, dass der Konzern nun ein neues Verfahren beantragen werde. Zudem sei nicht nachgewiesen worden, dass die Dächer der Chrysler-Minivans irgendwie fehlerhaft gewesen seien. Die Hinterbliebenen der Frau hatten sich zuvor bereits mit dem Fahrer des Wagens, dem Tankstellenbesitzer und der Exxon Mobil geeinigt. (APA/Reuters)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.