Kakanien anno 2001

26. November 2001, 20:19
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Internetforum für Geistes- und Kulturwissenschaften

Wien - Zumindest im Bereich der Forschung ist die Osterweiterung längst ein hoch geschätztes Faktum. Internationale Kooperationen als Qualitätskriterium für wissenschaftliche Arbeit enden sinnvollerweise eben nicht an der ungarischen oder slowenischen Grenze.

Das Internet leistet dabei effiziente Vernetzungshilfe. So wurde speziell für die Geistes-und Kulturwissenschaften kürzlich eine eigene Plattform zwecks interdisziplinärer Zentraleuropa-Forschung ins Leben zu rufen.

Unter dem Titel "Kakanien revisited" soll dieses Internetforum Wissenschafterinnen und Wissenschaftern aus ganz Zentraleuropa die Möglichkeit geben, Projekte, Publikationen, Forschungsergebnisse, Veranstaltungen und Institutionen zu präsentieren bzw. sich über die Leistungen der internationalen Kollegenschaft zu informieren.

Die Idee zu dieser "Gewi-Plattform" kam dem Initiator und Projektleiter Peter Plener, als er von einer vierjährigen Lektoratstätigkeit in Budapest nach Österreich zurückkehrte: "Damals hatte ich viele Kontakte zu jungen Wissenschaftern aus ganz Osteuropa. Diese Leute leisteten oft sehr spannende Forschungsarbeit, von der, wie ich nach meiner Rückkehr merkte, in Österreich kaum etwas wahrgenommen wird!" Gemeinsam mit dem Germanistik-Institut der Universität Wien und unterstützt vom Bildungsministerium konnte schließlich das Projekt "Kakanien revisited" realisiert werden.

"Das Interesse ist schon jetzt beträchtlich", freut sich Peter Plener, "immerhin haben wir bereits Input aus der Ukraine, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Belgien, England, Italien und natürlich Österreich."

Um den Netzbesuchern kontrollierte Qualität zu bieten, wurde übrigens ein eigenes Gutachtersystem eingeführt. (grido, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27. 11. 2001)

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