Rekordsubvention für Landwirtschaft

26. November 2001, 19:42
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Hälfte der Förderungen des Bundes fließt in Agrarbereich - Das freut nicht nur das liebe Vieh

Wien - Im vergangenen Jahr wurden vom Staat insgesamt 48,1 Milliarden Schilling (3,84 Milliarden Euro) an Förderungen ausgeschüttet. Für das heurige Jahr sind insgesamt 56,3 Milliarden Schilling (3,33 Milliarden Euro) an Subventionen vom Bund budgetiert. Das geht aus dem jüngsten Förderungsbericht des Finanzministeriums hervor, der heute, Dienstag, im Ministerrat vorgelegt wird.

Der größte Brocken an staatlicher Förderung verschlingt die Land- und Forstwirtschaft. Mit 52,9 Prozent Anteil an der Gesamtsubvention vom Bund wurde im Jahr 2000 ein neuer Höchststand erreicht. 1988 flossen 39,5 Prozent aller staatlichen Subventionsgelder in die Land-und Forstwirtschaft, 1999 waren es 37 Prozent. Im heurigen Jahr wird der Anteil der Land-und Forstwirtschaft an der Gesamtsubvention immerhin noch 45,9 Prozent ausmachen und bewegt sich damit auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Rekordjahr 2000.

Der Grund für die gestiegenen staatlichen Subventionen im Jahr 2000 liegt auch in den sechs Milliarden Schilling, die zusätzlich in eine Technologie- und Exportoffensive investiert wurden.

Öffentliche Dienstleistungen wurden im vergangenen Jahr mit 3,9 Milliarden Schilling subventioniert, 1999 war es eine Milliarde weniger. Eine ähnliche Steigerung gab es bei der sozialen Wohlfahrt, die den Staat 10,7 Milliarden gekostet hat, 1999 waren es 9,2 Milliarden.

Die Parteisubventionen machten im vergangenen Jahr 478 Millionen Schilling aus und sind damit um 3,66 Millionen gesunken. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 27.11.2001)

Von Michael Völker
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