Von US-Luftangriffen in Afghanistan bis zum Einsatz von Bodentruppen

26. November 2001, 14:06
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Bei Bodenoffensive Suche nach Bin Laden

Hamburg - Knapp einen Monat nach den Terroranschlägen vom 11. September begannen die USA einen Luftkrieg auf Ziele in Afghanistan, um das Taliban-Regime in die Knie zu zwingen. Es verweigert die Auslieferung von Osama bin Laden, den die USA für die Anschläge verantwortlich machen. Die militärische Entwicklung:
  • 7. Oktober: Unterstützt von Großbritannien beginnen die USA mit ihren Luftangriffen. Bin Laden ruft den "Heiligen Krieg" aus.

  • 10. Oktober: Die Terrororganisation El Kaida droht mit einem gegen die USA gerichteten "Sturm der Flugzeuge". Am folgenden Tag bietet US-Präsident Bush den Taliban eine "zweite Chance" zur Bin Laden-Auslieferung.

  • 19. Oktober: Die erste Bodenoperation von US-Spezialtrupps in Afghanistan wird bekannt.

  • 20. Oktober: Bei einem Hubschrauberabsturz an der pakistanisch-afghanischen Grenze sterben zwei US-Soldaten - die ersten US-Todesopfer in der Region. Die Taliban drohen mit einem "Guerilla-Krieg".

  • 23. Oktober: Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon meldet die Zerstörung von neun Terroristencamps seit Beginn der Angriffe.

  • 4. November: US-Verteidigungsminister Rumsfeld spricht von einem "messbaren Fortschritt" bei den Angriffen. Die Taliban-Regierung sei nicht mehr funktionsfähig.

  • 9. November: Erste schwere Niederlage der Taliban: Die Nordallianz marschiert unter Feldkommandeur General Abdul Rashid Dostum in die strategisch wichtige Stadt Mazar-i-Sharif ein.

  • 13. November: Truppen der Nordallianz marschieren praktisch widerstandslos in die Hauptstadt Kabul ein.

  • 15. November: Etwa 100 britische Elitesoldaten landen auf dem Flugplatz Bagram bei Kabul, um ihn abzusichern. Schwere Kämpfe werden aus der nordafghanischen Stadt Kundus gemeldet. Soldaten der Nordallianz belagern dort mehrere tausend Taliban-Kämpfer, darunter viele ausländische Milizionäre.

  • 18. November: Die Taliban bestätigen den Tod des Bin Laden Stellvertreters, Mohammed Atef, bei einem US-Bombenangriff.

  • 25. November: Als letzte Taliban-Bastion in Nordafghanistan fällt Kundus nach zehntägiger Belagerung ohne größeren Widerstand an die Nordallianz.

  • 26. November: Erstmals setzen die USA mit etwa 1.000 bis 1.500 Marine-Infanteristen massiv Bodentruppen beim umkämpften Taliban-Zentrum Kandahar ein. Ihre Hauptaufgabe soll das Aufspüren von Bin Laden sein.
(APA/dpa)
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