"In eigentümlicher Weise"...

26. November 2001, 13:10
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erzählt W. G. Sebald die Vita eines jüdischen Flüchtlings und erhält dafür den Bremer Literaturpreis

Bremen - Der Schriftsteller W. G. Sebald erhält den mit 30.000 Mark (15.339 Euro/211.066 S) dotierten Bremer Literaturpreis 2002 der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung. Der Autor werde für sein Buch "Austerlitz" ausgezeichnet, teilte die Stiftung am Montag mit. Der aus dem bayerischen Allgäu nach England ausgewanderte Autor erzähle darin die Vita eines jüdischen Flüchtlings "in eigentümlicher Weise", heißt es unter anderem in der Begründung.

Sebald wurde 1944 geboren. Nach Tätigkeiten als Lehrer und Lektor in der Schweiz und in England lebt er seit 1970 als Dozent in Norwich. Für seine wichtigsten Veröffentlichungen "Schwindel", "Gefühle", "Die Ausgewanderten", "Luftkrieg und Literatur" hat er bereits mehrere Auszeichnungen erhalten.

Förderpreis an Juli Zeh

Der mit 10.000 Mark (5.113 Euro/70.355 S) dotierte Bremer Förderpreis geht an die Bonnerin Juli Zeh für ihren Roman "Adler und Engel". Das Buch sei ein "überragendes Romandebüt über selbstzerstörerische Fluchtversuche aus dem Labyrinth mafioser Verflechtungen von Profit und Politik," urteilte die Jury. (APA/dpa)

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