Schluss mit der "Kostenlos- Kultur" im Internet

27. November 2001, 14:56
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T-Online macht Ernst mit kostenpflichtigen Internet-Inhalten

Eigentlich wollte der neue T-Online-Chef Thomas Holtrop unter anderem mit Erotik und einer Umgestaltung zum Inhalts-Anbieter Geld verdienen - doch im dritten Quartal dieses Jahres machte die Internet-Tochter der Deutschen Telekom erst einmal weiter Verluste.

T-Online wird ab Anfang 2002 kostenpflichtige Inhalte im Internet anbieten. Das für Marketing zuständige Vorstandsmitglied Burkhard Graßmann sagte der "Welt", die Kunden müssten den neuen Dienst, der unter dem Arbeitstitel "T-Vision" firmiere, nicht auf Abonnementbasis in Anspruch nehmen, sondern es werde nach Einzelabruf (Pay-per-view) abgerechnet. Es werde sich um Kleinstbeträge handeln, in vielen Fällen unter einem Euro, sagte Graßmann. Genaue Beträge nannte er aber nicht.

Ende der "Kostenlos- Kultur"

T-Online-Chef Thomas Holtrop hatte im Sommer angekündigt, der "Kostenlos- Kultur" im Internet ein Ende zu bereiten und für einen Teil der Angebote künftig Gebühren zu verlangen. Holtrop will T-Online auf diese Weise wieder profitabel machen.

Bezahlen über die Telefonrechnung

Die neuen Bezahldienste sollen aus den Bereichen Film, Musik, Spiele, Sport und Information stammen, berichtete das Blatt. Es solle zum Beispiel Filmausschnitte von Filmen geben, die erst später ins Kino kommen (Sneak Previews), oder auch Live-Konzerte von bekannten Künstlern. Die Preise würden zwischen den verschiedenen Angeboten variieren, sagte Graßmann. Bezahlen könne der Kunde über die Telefonrechnung.

Zahl von zehn Millionen Kunden überschritten

Zusätzlich teilte das Unternehmen mit, dass man die Marke von zehn Millionen Kunden überschritten habe. Wie das Unternehmen am Montag in Darmstadt mitteilte, wurde die zweistellige Millionenzahl durch einen Kunden für den DSL-Hochgeschwindigkeitszugang ins Internet erreicht. Damit hat das Unternehmen in den vergangenen zwei Monaten 200.000 Kunden hinzugewonnen, nachdem in der letzten Quartalsbilanz zum Stichtag Ende September 9,8 Millionen Kunden angegeben wurden.(red/APA/AP)

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