Methode in Österreich derzeit noch verboten

26. November 2001, 11:37
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"Erwachsene" Stammzellen oder solche aus Nabelschnurblut als Ausweg

Wien - Während in anderen Staaten derzeit die Zeichen auf Lockerung des Klon-Verbotes für therapeutische Zwecke stehen, sind solche Eingriffe in Österreich verboten. Das ist im österreichischen Fortpflanzungsmedizingesetz aus dem Jahr 1992 so festgelegt. Es gibt allerdings einen möglichen Ausweg: "Erwachsene" Stammzellen oder solche aus Nabelschnurblut.

In Paragraf 9 des Gesetzes ist festgeschrieben, dass entwicklungsfähige Zellen (also Embryonen, Anm.) nicht für andere Zwecke als für die medizinische Fortpflanzung verwendet werden. Das gilt auch für alle Eingriffe im Rahmen von Untersuchungen und therapeutischen Maßnahmen. Weiters ist in dem Gesetz festgehalten, dass Eingriffe in die Keimzellbahn unzulässig sind. Das verbietet auch zweifelsfrei eine Gentherapie an Keimzellen.

Der Europarat verbietet das Klonen von Menschen in einem Zusatzprotokoll zur Bioethikkonvention. Doch weil es in Österreich heftige Einwände gegen die Konvention gibt, ist ihr die Alpenrepublik bisher nicht beigetreten. (APA)

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