Nach Chemieunfall soll ätzende Säure in den Rhein geleitet werden

26. November 2001, 09:38
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Tanker droht zu bersten

Krefeld - Fünf Tage nach der Havarie eines Säure-Frachters bei Krefeld soll die Salpeter-Säure nun kontrolliert in den Rhein geleitet wertet, weil die Tanks zu bersten drohen. Dies bestätigte am Montagmorgen ein Sprecher der Feuerwehr Krefeld. Der mit ätzender Salpetersäure beladene Frachter war am vergangenen Mittwoch beim Entladen an den Kai-Anlagen des Bayer-Werks wegen eines Lecks in einem Säuretank in Brand geraten und fast vollständig gesunken.

Ursprünglich sollten die rund 1.300 Tonnen Salpeter-Säure, die noch an Bord seien, auf andere Schiffe umgepumpt werden. Das sei nun jedoch nicht mehr möglich, da sich das Schiff am Wochenende bewegt habe und Wasser eingedrungen sei, sagte der Feuerwehr-Sprecher. Dadurch seien die fünf Tanks im Bauch des Schiffs so instabil geworden, dass starre Verbindungsteile zu reißen drohen.

Eine Gefahr für die Umwelt bestehe aber nicht. Die Säure werde in den kommenden zwei Tagen so langsam in den Rhein geleitet, dass deren Konzentration im Fluss nur äußerst gering werde. (APA/dpa)

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