Palästinensisches Selbstmordattentat am Grenzübergang Erez

26. November 2001, 12:49
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Zwei Polizisten verletzt - Hamas bekennt sich zu Anschlag

Jerusalem - Bei einem Anschlag eines palästinensischen Selbstmordattentäters sind am Montagmorgen am Kontrollpunkt Erez im Norden des Gazastreifens zwei israelische Polizisten verletzt worden. Wie die Tageszeitung "Haaretz" in ihrer Online-Ausgabe berichtete, sprengte sich der Palästinenser selbst in die Luft. Die Polizisten seien mit schweren Beinverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. An dem Übergang Erez werden Palästinenser auf ihrem Weg zur Arbeit nach Israel kontrolliert.

Hamas bekennt sich zu Selbstmordanschlag

Zu dem Anschlag eines palästinensischen Selbstmordattentäters am Montagmorgen am Kontrollpunkt Eres im Norden des Gazastreifens hat sich die radikal-islamische Hamas-Bewegung bekannt. Bei dem Anschlag wurden zwei israelische Polizisten verletzt. Der 24-jährige Taisir Ashrami aus dem Flüchtlingslager Djebalia, der bei der Tat ums Leben kam, habe den Hamas-Führer Mahmud Abu Hanud rächen wollen, hieß es in einem Flugblatt der Hamas. Israelische Soldaten hatten Abu Hanud und zwei seiner Assistenten am Freitagabend im nördlichen Westjordanland aus Hubschraubern mit Raketen beschossen.

Der Attentäter trug den Angaben zufolge einen mit Sprengstoff gefüllten Gürtel und zündete die Bombe nahe den Israelis. Die Polizisten seien mit schweren Beinverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Am Grenzübergang Eres werden Palästinenser auf ihrem Weg zur Arbeit nach Israel kontrolliert.

Der 34-jährige Mahmud Abu Hanud starb am Freitagabend, als sein Wagen von einem israelischen Kampfhubschrauber bei Nablus im Westjordanland mit Raketen beschossen wurde. Israel hatte offiziell die Verantwortung für den Tod des Militärchefs der radikalislamischen Hamas-Bewegung, Hanud, übernommen. Hanud sei "in eine Reihe von Bombenanschlägen gegen israelische Bürger" verwickelt gewesen, hieß es in einer am Samstag vom Büro des Ministerpräsidenten Ariel Sharon verbreiteten Erklärung. Der Hamas-Führer habe zudem in den vergangenen Tagen Selbstmordattentate in Israel vorbereitet.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Gewalt beginnen die USA am Montag einen neuen Vermittlungsversuch im Nahen Osten. Dazu werden die US-Diplomaten William Burns und Anthony Zinni zunächst mit der israelischen Regierung zusammenkommen. Nach Presseberichten sollen sie auf Wunsch von US-Außenminister Colin Powell solange in der Region bleiben, bis Israelis und Palästinenser einer Waffenruhe zugestimmt haben. (APA/dpa/Reuters)

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Zur englischen Ausgabe von "Haaretz"

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