Belgrad verlangt politische Isolierung von "Terroristen" im Kosovo

25. November 2001, 22:21
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Serbischer Justizminister unterstellt Thaci und Haradinai Verbindungen zu Bin Laden

Belgrad - Die serbische Regierung verlangt die politische Isolierung jener führenden Kosovo-Albaner, die ihrer Ansicht nach in "terroristische Tätigkeiten" verstrickt waren. Das beziehe sich in erster Linie auf Hashim Thaci und Ramush Haradinai, heißt es in einem Brief des serbischen Justizministers Vladan Batic an die Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag, Carla Del Ponte. Sie müsse beide hindern, sich an der künftigen Regierung im Kosovo zu beteiligen, meldete die Nachrichternagentur Beta am Sonntag.

Die beiden früheren Befehlshaber der kosovo-albanischen Rebellenorganisation UCK hatten sich am 17. November an den Parlamentswahlen in der von den Vereinten Nationen verwalteten jugoslawischen Region Kosovo beteiligt. Batic beschuldigte Thaci und Haradinai, mit dem Chef des Terrornetzwerkes El Kaida, Osama bin Laden, verbunden zu sein. Der Minister beruft sich in seiner Forderung auf die UNO-Resolution 1244 von 1999, die allen, die an Terrorakten im Kosovo beteiligt waren, jede politische Tätigkeit verbietet. (APA/dpa)

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