Netzwerke sind in unserer Gesellschaft sehr wichtig

25. November 2001, 15:17
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"frauen.netzwerk burgenland" wurde ins Leben gerufen

Eisenstadt – Auf Initiative von Frauenlandesrätin Verena Dunst und des Frauenbüros des Landes wurde am Freitag in Eisenstadt anlässlich einer Enquete in der Wirtschaftskammer das frauen.netzwerk burgenland ins Leben gerufen. Namhafte burgenländische Frauen aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Politik, Verwaltung, Medien und Kultur haben sich zum Ziel gesetzt, in einem überparteilichen Netzwerk burgenländische Frauen und Fraueninteressen in der Öffentlichkeit verstärkt bekannt zu machen und aktiv zu fördern. Das frauen.netzwerk burgenland wird sich regelmäßig alle zwei bis drei Monate treffen; die Gesamtkoordination liegt beim Frauenbüro des Landes.

Das frauen.netzwerk burgenland ist eine breite, überparteiliche Plattform und steht allen Frauen des Burgenlandes offen, die Interesse an einer Vernetzung haben. Bei regelmäßigen Treffen sollen informelle Kontakte geknüpft und Erfahrungen und Informationen ausgetauscht werden. „Wir wollen damit aufzeigen, dass Netzwerke in unserer Gesellschaft sehr wichtig sind, für einen beruflichen Einstieg und Aufstieg, aber auch als Auffangnetz für Frauen in schwierigen Lebenssituationen“, stellt Dunst fest, „und wir wollen, dass Frauen sich verstärkt gegenseitig unterstützen und fördern“.

Keineswegs fremd

„Netzwerken ist Frauen ja nicht fremd, nur setzen sie ihre Kontakte bisher hauptsächlich zu dem Zweck ein, etwas für andere Menschen zu tun. Frauen, die für karitative Zwecke Veranstaltungen organisieren, Mütter, die Lerngruppen für ihre Sprösslinge auf die Beine stellen, oder Gattinnen von Geschäftsmännern und Politikern, die im Hintergrund wichtige Kontakte herstellen, diese Art von „Networking“ ist Frauen längst bekannt. Doch ein Netzwerk für die eigenen Interessen zu nützen und damit die eigene berufliche Entwicklung oder das eigene persönliche Fortkommen zu fördern, das müssen viele Frauen erst lernen“, stellte Mag. Sabine Lintschinger, Erfolgsautorin des Buches „Karrierehandbuch für Frauen“ fest, die in ihrem Vortrag auch viele wichtige Tipps und Strategien zum richtigen Vernetzen gab.

Einhellige Meinung der über 140 Teilnehmerinnen der Enquete war jedenfalls, dass ein Frauennetzwerk Burgenland tatsächlich dringend gebraucht wird: vor allem ein Netzwerk, das mithilft, dass Fraueninteressen in der Öffentlichkeit nicht immer belächelt werden, sondern dass burgenländischen Frauen und deren Leistungen – egal ob im Haushalt, in der Familie, im Beruf oder in der Gemeinschaft – mehr Respekt und Anerkennung finden.

Im Gründungskomitee finden sich Frauenlandesrätin Verena Dunst, Franziska Auer, die AMS-Geschäftsstellenleiterin Gertraud Burian, Superintendentin Gertraud Knoll, Gabriela Zarits, die Vorsitzende der Katholischen Frauen, für den Bereich Medien die Programmchefin des ORF-Landesstudios Burgenland, Doris Wagner, und für den Bereich Kunst und Kultur, die Malerin Petra Neulinger. (red)

Anmeldung: Tel. 02682/600 DW 2156
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    foto: frauenbüro
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