Jugendliche in USA wegen geplanten Schul-Massakers festgenommen

25. November 2001, 14:21
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Teenager wollten schweres Blutbad anrichten

Boston - Unter dem Verdacht, ein schweres Highschool-Massaker geplant zu haben, hat die Polizei in den USA drei Jugendliche festgenommen. Die zwei 15-Jährigen und ein 17-Jähriger hätten geplant, an der Highschool von New Bedford im US-Bundesstaat Massachussets eine Bombe zu zünden, berichtete der "Boston Herald" am Sonntag. Anschließend hätten sie auf ihre fliehenden Mitschüler schießen wollen.

Die Jugendlichen sagten nach den Worten eines Polizeichefs aus, das geplante Blutbad solle "größer werden als in Columbine", wo vor zweieinhalb Jahren zwei Teenager 13 Menschen erschossen hatten, bevor sie sich selbst töteten. Bei den Festgenommenen wurden Munition, eine Schreckschusswaffe, Messer, Anleitungen zum Bombenbau und Kisten voller Zeitungsartikel über Gewalttaten gefunden. Den dreien wird geplanter Mord, geplanter Überfall sowie Waffenbesitz vorgeworfen.

Auf die Spur war die Polizei den Jungen gekommen, nachdem ein Schulpförtner auf dem Gelände einen Drohbrief gefunden hatte. Darin war "ein Ereignis" angekündigt worden, bei dem auch Sprengstoff zum Einsatz kommen sollte. Bereits im Oktober hatte die Polizei in der Wohnung eines der Jungen einen fast fertigen Sprengsatz sichergestellt, nachdem der Vermieter die Behörden alarmiert hatte. Da die Bombe jedoch nicht vollständig war, habe keine Anklage erhoben werden können, berichtete der "Boston Herald". (APA)

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