Höchste Alarmbereitschaft in Israel nach Hanuds Liquidierung

25. November 2001, 14:15
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Hamas kündigte Vergeltung an

Jerusalem/Gaza - Die israelischen Sicherheitskräfte sind am Sonntag angesichts neuer Terrordrohungen der radikalen Palästinenserorganisation Hamas in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Polizeieinheiten entlang der offenen Grenze zum Westjordanland wurde verstärkt, um das Eindringen möglicher Selbstmordattentäter zu verhindern. Nach der Liquidierung des Führers des bewaffneten Arms der Hamas, Mahmud Abu Hanud, am Freitag hatte die Organisation "schnelle und schmerzhafte Vergeltung in Tel Aviv" angedroht.

Die israelische Armee griff am Sonntagmorgen Einrichtungen der palästinensischen Autonomiebehörde im Gazastreifen mit Kampfhubschraubern an, nachdem dort am Samstag ein israelischer Soldat nahe einer jüdischen Siedlung von einer palästinensischen Mörsergranate getötet worden war. Bei der Armeeaktionen wurden nach palästinensischen Angaben vier Palästinenser verletzt.

Inzwischen hat der palästinensische Informationsminister Yasser Abed Rabbo der israelischen Regierung vorgeworfen, die angekündigten Vermittlungsbemühungen der USA untergraben zu wollen. Der Gesandte von US-Außenminister Colin Powell, Anthony Zinny, und der Nahost-Beauftragte Nicholas Burns werden am Montag in der Region erwartet, wo sie zunächst mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon und Außenminister Shimon Peres zusammentreffen werden. Zinny ist von Powell beauftragt worden, so lange in der Region zu bleiben, bis eine tragfähige Waffenruhe zwischen beiden Seiten ausgehandelt ist. (APA/dpa)

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    Palästinenser beim Gebet in Jerusalem

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