Hilfslieferungen sollen von UNO-Truppe geschützt werden

24. November 2001, 15:05
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Hilfsorganistion befürchtet ansonsten zahlreiche Plünderungen

Islamabad - Die Hilfslieferungen in Afghanistan müssen nach Ansicht der britischen Hilfsorganisation Oxfam durch eine UNO-Truppe vor bewaffneten Banden geschützt werden. "Wir wollen keine bewaffneten Wachen, die die Lastwagenkonvois begleiten, das wäre zu provokativ", sagte David Earnshaw von Oxfam am Samstag der dpa in Islamabad. Statt dessen solle eine Truppe stationiert werden, die die Straßen sichere, sagte Earnshaw.

Hilfsorganisationen und auch die UNO beklagen die Unsicherheit in vielen Teilen Afghanistans. Nach der Flucht der Taliban aus den meisten Provinzen ist es in vielen Städten zu Plünderungen gekommen. Büros von Hilfsorganisationen wurden überfallen und ausgeraubt. Auch Lastwagen mit Nahrungsmitteln wurden geplündert.

Die Unsicherheit gefährdet nach Ansicht von Earnshaw die Hilfe, die noch vor Wintereinbruch in die Dörfer gebracht werden muss. Auch nach dem Zusammenbruch des Talibanregimes und dem Ende der US- Angriffe in den meisten Teilen des Landes gehe der Wettlauf gegen die Zeit für die Hungernden weiter, sagte Earnshaw. "Die Situation ist eher noch prekärer als vor einer Woche", sagte Earnshaw. (APA/dpa)

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