Nach Einmarsch der Nordallianz noch heftige Gefechte in Kundus

26. November 2001, 17:34
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Nordallianz spricht von über 100 toten Taliban

Kabul - Der Kampf um die letzten Taliban-Hochburgen in Afghanistan wird zusehends erbitterter. Trotz des Einmarsches tausender Kämpfer der Nordallianz nach Kundus gab es auch am Montag in der nordafghanischen Stadt noch heftige Kämpfe. Beim Einmarsch der Nordallianz am frühen Montagmorgen brachen an einigen Orten der Stadt heftige Kämpfe mit verbliebenen Resten der Taliban und besonders auf deren Seite kämpfenden ausländischen Freiwilligen aus. In der Folge zogen nach Augenzeugenberichten Kämpfer der Nordallianz durch die Straßen, trieben gefangene Taliban mit Schlägen vor sich her und erschossen verwundete Gegner.

750 Ausländer verhaftet

Rahman Ali, ein Kommandeur der Nordallianz, schätzte die Zahl der getöteten Taliban auf über 100 und die eigenen Verluste auf etwa zehn. Schätzungsweise 3.000 Araber, Tschetschenen und Pakistanis widersetzten sich der Kapitulation. Nach Angaben eines Sprechers von Nordallianz-Kommandeur Rashid Dostum ergaben sich beim Einmarsch 5.000 gegnerische Kämpfer. Die meisten seien Einheimische gewesen, die freigelassen worden seien, sagte der Sprecher Alim Rasim. 750 seien jedoch vermutlich Ausländer und deshalb inhaftiert worden.(APA/AP)

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