Finanzielles Schachmatt für die Damen

23. November 2001, 20:05
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Russische Frauenrechtlerin kritisiert Diskriminierung bei Schach-WM

Moskau - Eine führende russische Frauenrechtlerin hat die nach ihren Worten "abscheuliche" finanzielle Diskriminierung bei dem am Sonntag in Moskau beginnenden Weltschachturnier kritisiert. Für die siegreichen Frauen gebe es ingesamt ein Preisgeld von umgerechnet rund 7,7 Millionen Schilling, für die männnlichen Schachmeister stehe dagegen die stattliche Summe von umgerechnet an die 47 Millionen Schilling zur Verfügung, sagte die Vorsitzende der Frauenbewegung Russlands, Jekaterina Lachowa. Es sei eine Schande für den Weltschachbund FIDE, dass er die Frauen nicht als gleichberechtigte Konkurrentinnnen ansehe.

Es sei von Anfang an falsch gewesen, Frauen und Männer bei den Weltmeisterschaften im Schach getrennt antreten zu lassen, sagte Lachowa der russchen Nachrichtenagentur Interfax. Das Brettspiel gehöre im Gegensatz zu anderen Sportarten zum intellektuellen Bereich, und dort seien Frauen mindestens ebenso gut und häufig sogar besser als die Männer.
(APA)

Der Weltschachbund im Internet: www.fide.com
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