Für den österreichischen Wald gab es zu wenig Regen

23. November 2001, 21:00
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Der Zustand der Baumkronen hat sich verschlechtert

Wien - Der Kronenzustand der österreichischen Wälder hat sich im Vergleich zum Vorjahr bei fast allen Baumarten verschlechtert. Besonders betroffen sind Kiefer und Buche. Nur bei den Eichen gab es eine Verbesserung, teilte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft am Freitag in einer Aussendung mit. Als eine der Ursachen wurden die ungünstigen Witterungsbedingungen - weniger Regen und mehr Hitze als im langjährigen Durchschnitt - genannt.

Der Waldzustand wird seit 1989 an rund 7000 Probebäumen in ganz Österreich von der Forstlichen Bundesversuchsanstalt, dem Waldforschungszentrum des Ministeriums, erhoben. Laut der Statistik habe sich der Anteil der als "nicht verlichtet" eingestuften Probebäume heuer um 5,5 Prozent verringert. "Nicht verlichtet" sind Bäume, deren Nadel- oder Blattverlust unter zehn Prozent liegt.

Stärkste Verschlechterung bei Kiefer

Die stärkste Verschlechterung gab es bei Kiefer mit einer Abnahme um 19,1 Prozent und bei der Buche mit Minus 18 Prozent, hieß es. Bei Tannen gab es eine Reduktion um 8,6 Prozent, bei Lärche um 7,8 Prozent. Bei der Fichte nahm der Anteil der "nicht verlichteten" Probebäume um zwei Prozent ab. Nur bei Eiche konnte eine Zunahme der "nicht verlichteten" Bäume um 15,1 Prozent registriert werden. Dies sei eine deutliche Verbesserung des Kronenzustandes.

Laut dem Bericht wiesen rund 38 Prozent der insgesamt 260 Probeflächen keinen einzigen geschädigten Probebaum auf. Auf etwa vier Prozent der Probeflächen waren mehr als die Hälfte der Probebäume geschädigt. Die Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr zeige keine regionalen Konzentrationen, sondern sei "mehr oder weniger wahllos" auf das ganze Bundesgebiet verteilt.

Die heuer erneut festgestellte Verschlechterung des Kronenzustandes könne nicht als längerfristiger Trend interpretiert werden, so das Ministerium. Allerdings sei die in den vergangenen Jahren vergleichsweise große Stabilität der Entwicklung des Waldzustandes unterbrochen worden. (APA)

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