Neue Abstandsmessgeräte und Wiegesysteme für die Exekutive

23. November 2001, 16:07
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Kontroll- Schwerpunkt soll vor allem beim Schwerverkehr liegen

Wien (APA) - Drängler und überladene Lkw geraten verstärkt ins Visier von Österreichs Exekutive. Am Freitag wurden neue Abstandsmessgeräte und Wiegesysteme der Gendarmerie übergeben. Innenminister Ernst Strasser (V) betonte bei einer Pressekonferenz in Wien, dass Auffahrunfälle auf Autobahnen am häufigsten vorkommen. Dem soll mit empfindlichen Strafen ein Riegel vorgeschoben werden.

Abstandsmessgeräte in stationärer und einer mobiler Variante

Die Abstandsmessgeräte gibt es in einer stationären und einer mobilen Variante. Zwei Fahrzeuge wurden in Vorarlberg und Tirol getestet. Nun gehen sechs weitere Geräte in den Dienst. Neben dem Abstand wird auch die Geschwindigkeit eruiert, der Verkehrssünder kann sofort abgestraft werden.

Kontroll- Schwerpunkt

Die Geräte funktionieren auch im Tunnel. Laut Innenministerium gibt es bereits Gespräche mit der Asfinag bezüglich eines Einsatzes, um dafür die technischen Voraussetzungen zu schaffen. Der Schwerpunkt der Kontrollen soll vor allem beim Schwerverkehr liegen.

Organverfügungen bei 0,5 bis 0,8 Sekunden Abstand

Bei Abständen von 0,5 Sekunden und darunter - Experten haben laut Strasser nachgewiesen, dass es in diesem Bereich absolut keine Reaktionsmöglichkeit gibt - muss der Verkehrsteilnehmer mit einer Anzeige und einer Strafe von mehreren tausend Schilling rechnen. Im Bereich von 0,5 bis 0,8 Sekunden Abstand wollen die Behörden mit Organverfügungen auskommen.

Für Niederösterreich stehen nun vier neue Wiegeeinrichtungen zur Kontrolle von überladenen Schwerfahrzeugen zur Verfügung. Damit will die Exekutive einen Bereich verstärkt abdecken, in dem sich laut Strasser Unfälle mit einem besonders hohen Blutzoll ereignen.(APA)

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