Nach Unwettern auf Mallorca: Streit um Behebung der schweren Schäden

23. November 2001, 18:40
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Angst um Tourismus- Einkommenseinbußen wegen Strandrenovierungen

Palma de Mallorca - Nach den verheerenden Unwettern auf Mallorca und den übrigen Balearen-Inseln ist ein Streit um die Behebung der schweren Schäden an den Badestränden entbrannt.

Furcht vor Einbußen

Nach Berichten vom Freitag verlangen Ferienorte und Hoteliers aus Furcht vor Einbußen in der nächsten Hochsaison, dass Sand an den Stränden aufgeschüttet wird. Das regionale Umweltministerium und Naturschützer lehnen das ab, weil es den Lebensräumen auf dem Meeresgrund schwer schade. Sie setzen auf eine weitgehend natürliche Regeneration.

Aufräumarbeiten könnten Qualität der Badestrände schaden

Der Präsident des mallorquinischen Hotelverbands, Pere Canellas, nannte diese Haltung angesichts der Abhängigkeit der Inseln von den Badeurlaubern unakzeptabel. Die Regionalregierung müsse schnell handeln. Die Schäden könnten nach den Berichten auch dazu führen, dass die Balearen einige der "blauen Fahnen" verlieren, mit denen die Qualität der Strände ausgezeichnet wird.

Zahlreiche Strände weggeweht oder weggespült

Die Orkanstürme und Regenunwetter vor knapp zwei Wochen - die schlimmsten seit 20 Jahren - hatten zahlreiche Strände vor allem im Norden Mallorcas weggeweht oder weggespült. Drei Menschen kamen bei den Unwettern ums Leben. Mehr als 100.000 Bäume wurden entwurzelt und umgeknickt. Sie müssen wegen der Gefahr von Waldbränden und Insektenplagen bis zum nächsten Sommer entfernt werden. Insgesamt werden die Schäden auf umgerechnet rund 840 Millionen Schilling (61 Millionen Euro) geschätzt.(APA/dpa)

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