Luftraumsperre nach dem 11. September kostete AUA 50 Millionen Schilling

23. November 2001, 15:02
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Antrag auf Kompensation an Finanz- und Verkehrsministerium gestellt

Wien - Der österreichische börsenotierte Luftfahrtkonzern Austrian Airlines (AUA) hat durch die viertägige Sperre des US-Luftraums in den ersten vier Tagen nach den Anschlägen in den USA vom 11. September Einnahmeverluste in Höhe von 50 Mill. S (3,63 Mill. Euro) hinnehmen müssen. Die sei das Ergebnis der Berechnungen, die die AUA gemäß Richtlinien der EU-Kommission angestrengt hatte, sagte AUA-Sprecher Ralph Preclik am Freitag. Die effektive Schadenssumme deckt sich damit mit den ursprünglichen Schätzungen über die Einnahmeverluste.

Kompensation

Um bei österreichischen Bundesregierung Kompensation zu beantragen, wie es von der EU bewilligt wurde, habe die AUA kürzlich einen Brief an Finanz- und Verkehrsministerium geschickt, berichtete Preclik. Ein Treffen mit Finanzminister Karl-Heinz Grasser sei demnächst geplant, bei dem über mögliche Rückzahlungen diskutiert werden soll.

Lufthansa verlor 70 Millionen Euro

Mittlerweile haben auch andere europäische Fluglinien ihre Einnahmeverluste beziffert. Die Deutsche Lufthansa hatte bei der Deutschen Bundesregierung Antrag auf Beihilfen gestellt, kann dem Bundesverkehrsministerium zufolge aber nicht auf die geforderten 180 Mill. Euro (2,48 Mrd. S) staatlicher Hilfen hoffen. Die Europäische Union akzeptiere nur Entschädigungen für die ersten vier Tage nach den Anschlägen vom 11. September. Nach Angaben der Lufthansa belaufen sich die Belastungen für diesen Zeitraum auf 70 Mill. Euro.

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat ihre bisherige Schätzung für die finanziellen Belastungen durch die Anschläge vom 11. September in den USA fast verdoppelt und mit mindestens 52 Mill. Euro (716 Mill. S) beziffert. (APA)

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