Alles hat einmal ein Ende

23. November 2001, 14:47
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... auch das Nestroy-Jahr - aber noch nicht ganz

Wien - Anlässlich des 200. Geburtstage von Johann Nestroy gingen zahlreiche Veranstaltungen in Österreich - von der Theater-Premiere bis zur Ausstellung, vom Symposion bis zur Lesung - bereits über die Bühne, einige weitere werden noch folgen. Hier ein kleiner Ausblick.

Der 7. Dezember, Nestroys Geburtstag, wird in den Häusern Burg- und Akademietheater sowie im Theater in der Josefstadt im Rahmen von Festvorstellungen explizit gefeiert. Im Haus am Ring steht die Erfolgsproduktion "Der Färber und sein Zwillingsbruder" am Programm, das Akademietheater lädt gar zu einer Premiere: Libgart Schwarz präsentiert unter dem Titel "Gottlieb Schlicht" eine Nestroy-Collage aus 26 Stücken des "Wiener Shakespeares". Das Theater an der Josefstadt begeht den Jahrestag mit der 1853 uraufgeführten Posse "Heimliches Geld, heimliche Liebe". Premiere dieses Stücks unter der Regie von Karlheinz Hackl ist am 29. November.

In der Literatur

Ebenfalls am 7. Dezember werden die Herausgeber der historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke Nestroys, die am 4. Dezember präsentiert wird (Wendelin Schmidt-Dengler hält dabei im Wiener Rathaus den Festvortrag), mit dem Großen Ehrenkreuz der Republik Österreich für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Im Wiener Historischen Museum, wo am 5. Dezember die große Nestroy-Ausstellung "Die Welt steht auf kein Fall mehr lang" mit einer Fülle von Skizzen, Theaterhandschriften, Originalpartituren usw. eröffnet wird, begeht man den Geburtstag am 7. mit einer Gala samt CD-Präsentation, Empfang und Fest-Vorstellung eines von Alexander Kukelka und Walter Leitner zusammengestellten "Wiener Musiktheaters in nestroyscher Manier", das auch am Tag davor und danach gezeigt wird.

Bereits am 25. November lädt Heinrich Schweiger mit den Symphonia-Schrammeln unter dem Motto "Das is klassisch" in die Josefstadt-Sträußelsäle. Das Volkstheater weiß darauf zu antworten und stellt sich am 16. Dezember mit dem von Michael Schottenberg inszenierten "Talisman" als Gratulant ein. Ein Spektakel der besonderen Art findet am 1. Dezember in der Arena Wien statt. "Nestroy.Wanted.Dead" heißt das für zwölf Stunden angesetzte Treiben und bietet auf mehreren Ebenen Theater, Film, Musik, Performance und bildende Kunst mit mehr als 200 Künstlern.

Ausstellung und Lesungen

Im Rahmenprogramm der bis 27. Jänner laufenden Ausstellung findet sich auch eine Lesung mit Robert Meyer und am 20. Jänner 2002 ein "ganz persönliches Geburtstagsfest für Johann Nepomuk" von Elfriede Ott. Am 15. Dezember bestreitet "die Ott" im Theater Akzent ebenfalls einen Nestroy-Abend: "Apropos Nestroy". Nach wie vor im Theater-Repertoire finden sich - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - folgende Stücke: "Der Zerrissene" (Burgtheater), "Mein Freund" (Theater Gruppe 80), "Haubenköche/Abendwind" (Salzburger Landestheater), Robert Meyer in "Häuptling Abendwind" (Akademietheater) sowie eine Nestroy/Karl Kraus-Lesung von Justus Neumann (Rabenhof/Metropoldi).

Auch im nächsten Jahr wird weiter gefeiert. So zeigt beispielsweise das Grazer Schauspielhaus ab 19. Jänner das eher ungeläufige Nestroy-Stück "Der alte Mann mit der jungen Frau" unter der Regie von Andreas Vitasek. (APA)

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