Wintereinbruch in Europa

23. November 2001, 17:30
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Dörfer in der Türkei von der Außenwelt abgeschnitten

Hamburg - Mit Schnee, Eis und Kälte haben Teile Europas in der Nacht auf Freitag einen Wintereinbruch erlebt. In den Alpen waren viele Pässe verschneit. Auch die Türkei meldete einen frühen Winterbeginn.

In der Schweiz fielen am Hang der Alpen in der Nacht 20 bis 30 Zentimeter Schnee. Die meisten Pässe sind mit Schnee bedeckt. Der San Bernardino, über den seit der Schließung des Gotthard-Tunnels der Schwerverkehr umgeleitet worden war, musste gesperrt werden.

Chaotische Verkehrsverhältnissen in Deutschland

In Deutschland führten Schneefälle vor allem in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg zu chaotischen Verkehrsverhältnissen. Hessen meldete drei Tote bei Winter-Unfällen. Auf spiegelglatten Fahrbahnen gab es im Allgäu, im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb Dutzende Unfälle und Staus. Mehrere Personen wurden verletzt. In den Höhenlagen Thüringens fielen bis zu 24 Zentimeter Schnee, im Sauerland und der Eifel bis zehn Zentimeter. Auf dem Fichtelberg in Sachsen wurden die ersten Wintersportler erwartet.

Ein Toter in der Türkei - kältester Winter seit zwanzig Jahren

Beim schlimmsten Kälteeinbruch seit 20 Jahren ist in der östlichen Türkei ein Mensch ums Leben gekommen. Die gefrorene Leiche des 70 Jahre alten Mannes wurde in einem Flussbett in der Provinz Ardahan gefunden, wie die türkische Nachrichtenagentur Anatolia berichtete. Die Temperatur sank in der Nacht auf Freitag auf bis zu minus 34 Grad Celsius gesunken. 700 Dörfer waren nach heftigen Schneefällen von der Außenwelt abgeschnitten. (APA/dpa)

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